Bekanntmachung
Wissenschaftliche Evaluation des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt (APAV 2.0)
Sie finden hier den Bekanntmachungstext zur ausgewählten Ausschreibung.
| Vergabenr. | VG-0437-2026-0077 |
| 1. Zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle, zuschlagserteilende Stelle: | |
| Name und Anschrift: | Land Hessen, vertreten durch das Hessische Competence Center -Beschaffungen- Mainzer Straße 75 65189 Wiesbaden Deutschland |
| Telefonnummer: | +49 61170384012 |
| Telefaxnummer: | +49 611327638412 |
| E-Mail-Adresse: | beschaffung@hcc.hessen.de |
| Internet-Adresse: | https://vergabe.hessen.de |
| Zuschlagserteilende Stelle: | Siehe oben |
| 2. Verfahrensart (§ 8 UVgO): | |
| Verfahrensart: | Öffentliche Ausschreibung |
| 3. Angebote können abgegeben werden: | |
| elektronisch in Textform | |
| elektronisch mit fortgeschrittener Signatur | |
| elektronisch mit qualifizierter Signatur | |
| Anschrift zur Einreichung schriftlicher Angebote: | -ENTFÄLLT- (es sind ausschließlich elektronische Angebote zugelassen) |
| 4. Zugriff auf Vergabeunterlagen: | |
| Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit und die Informationen zum Zugriff auf die Vergabeunterlagen (§ 29 Abs. 3 UVgO): | |
| 5. Art und Umfang sowie Ort der Leistung: | |
| Art der Leistung: | Wissenschaftliche Evaluation des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt (APAV 2.0) |
| Menge und Umfang: | Wissenschaftliche Evaluation des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt (APAV 2.0) sowie der flankierenden Projektförderung. Gegenstand des Auftrags ist die Planung, Organisation und Durchführung dieser Evaluation. Sie soll folgende Fragen beantworten: A) Verwirklichen die im APAV 2.0 festgelegten Vorhaben der Hessischen Landesregierung und die Projektförderung auf Grundlage der Fach- und Fördergrundsätze zum APAV (Hessischer Staatsanzeiger vom 25.4.2022) in wirksamer Form die im APAV 2.0 genannten übergeordneten Ziele des Aktionsplans, insbesondere im Hinblick auf die Stärkung (Empowerment) der queeren Selbstorganisation in Hessen sowie auf die Sensibilisierung und Qualifizierung relevanter Angebote der Regelversorgung? B) Welche Maßnahmen der Qualitätsentwicklung (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität) können für den dritten Beteiligungs- und Umsetzungszyklus (APAV 3.0) empfohlen werden und wie kann die Wirkungsorientierung der Vorhaben des Aktionsplans verbessert werden? Hierbei ist ein besonderes Augenmerk auf den ländlichen Raum zu legen. Nach Zuschlagserteilung soll der Auftrag zum 01.6.2026 begonnen werden. Die Evaluation endet mit Fertigstellung des schriftlichen Abschlussberichts und der Präsentation der Ergebnisse spätestens zum 31.03.2027. Für den hier zu vergebenden Auftrag einschließlich aller Personal-, Sach- und Nebenkosten steht ein maximaler Finanzrahmen von 175.000 € (brutto) zur Verfügung, der nicht überschritten werden darf. Für den Zeitraum 01.06.2026 bis 31.12.2026 beträgt das Gesamtbudget höchstens 150.000 € (brutto); für den Zeitraum 01.01.2027 bis 31.03.2027 höchstens 25.000 € (brutto). Eine Überschreitung führt zum Ausschluss vom Verfahren. |
| Ort der Leistung: | Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales Sonnenberger Straße 2 / 2a 65193 Wiesbaden |
| 6. Losaufteilung: | |
| Losweise Vergabe: | Nein |
| Angebote sind möglich für: | die Gesamtleistung |
| 7. Nebenangebote sind | |
| nicht zugelassen | |
| 8. Etwaige Bestimmungen über die Ausführungsfrist: | |
| Beginn der Ausführungsfrist: | 01.06.2026 |
| Ende der Ausführungsfrist: | 31.03.2027 |
| Bemerkung zur Ausführungsfrist: | Nach Zuschlagserteilung soll der Auftrag zum 01.6.2026 begonnen werden. Die Evaluation endet mit Fertigstellung des schriftlichen Abschlussberichts und der Präsentation der Ergebnisse spätestens zum 31.03.2027. |
| 9. Elektronische Adresse, unter der die Vergabeunterlagen abgerufen werden können oder die Bezeichnung und die Anschrift der Stelle, die die Vergabeunterlagen abgibt oder bei der sie eingesehen werden können: | |
| unter (URL:) | https://vergabe.hessen.de/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-19cd6cf7623-5572ab1f69b3a4b9 |
| Weitere Auskünfte erteilen/erteilt | Siehe oben |
| Stelle zur Anforderung der Vergabeunterlagen: | Siehe oben |
| Anschrift der Stelle, bei der die Vergabeunterlagen eingesehen werden können: | |
| Siehe oben | |
| 10. Ablauf der Angebots- und Bindefrist: | |
| Angebote sind einzureichen bis: | 28.04.2026 12:00 |
| Ablauf der Bindefrist: | 29.05.2026 |
| 11. Höhe der etwa geforderten Sicherheitsleistungen: | |
| 12. Wesentliche Zahlungsbedingungen: | |
| Zahlungen erfolgen gemäß § 17 VOL/B | |
| 13. Ggf. mit dem Angebot vorzulegende Unterlagen zur Eignungsprüfung des Bewerbers: | |
| - Erklärung zur Eignung Liefer-/Dienstleistungen (u.a. Vorliegen von Ausschlussgründen nach § 123 und 124 GWB i.V.m. § 31 UVgO, Insolvenzverfahren (siehe Vordruck "Erklaerung_Eignung.pdf")). Bei Bietergemeinschaften ist diese von jedem Mitglied der Bietergemeinschaft einzureichen. -Verpflichtungserklärung Tariftreue/Mindestlohn (siehe Vordruck "Verpflichtungserklaerung_Tariftreue.pdf"). Bei Bietergemeinschaften ist diese von jedem Mitglied der Bietergemeinschaft einzureichen. - Nachweise: Der Bieter hat seine Expertise, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit hinsichtlich seiner wissenschaftlichen und methodischen Kompetenz und seiner fachlichen Eignung im ausgeschriebenen Themenfeld durch folgende Angaben zu belegen: 1) Eine umfassende Beschreibung des sich bewerbenden Instituts, Unternehmens oder der Hochschule, 2) den Nachweis der fachlichen Qualifikation der Projektleitung sowie ihrer methodischen Expertise (quantitative und qualitative Sozialforschung, partizipative Methoden, weitere relevante Qualifikationen) durch einen tabellarischen Lebenslauf mit Angaben zu Ausbildung und beruflichem Werdegang sowie aktueller Funktion, 3) den Nachweis, dass die Personen im Projektteam über fundierte Kenntnisse im Themenfeld sexuelle und geschlechtliche Vielfalt oder in anderen Bereichen der Antidiskriminierungsarbeit verfügen sowie über einen relevanten wissenschaftlichen oder fachpraktischen Hintergrund aus den Bereichen Soziologie, Politikwissenschaft, Psychologie, Erziehungs-/Bildungswissenschaft, Soziale Arbeit/Sozialpädagogik, Gender-/Queer-/Diversity Studies oder aus benachbarten Disziplinen. Dieser kann durch folgende Belege mit relevantem Bezug zu den genannten Themenfeldern erbracht werden: Mitwirkung an Referenzprojekten (z. B. Forschung, Evaluation, Beratung), Veröffentlichungen (z. B. Fachartikel, Berichte, Studien), Fort‑ und Weiterbildungen (z. B. Zertifikatskurse, mehrtägige Schulungen), relevante Vortragstätigkeiten (z. B. Fachvorträge, Workshops, Lehrveranstaltungen). 4) den Nachweis einer ausgeprägten Methodenkompetenz in quantitativer und qualitativer Sozialforschung unter Einbeziehung von Ansätzen und Erkenntnissen der wissenschaftlichen Partizipationsforschung. Der Nachweis ist zu erbringen durch Dokumentation von mindestens zwei, maximal fünf abgeschlossenen Evaluationsvorhaben aus den vergangenen fünf Jahren. Hierzu sind jeweils folgende Angaben zu machen: 1. Titel / Gegenstand der Evaluation, 2. Auftraggeber, 3. Zeitraum der Durchführung, 4. beteiligte Personen aus dem Projektteam mit Funktion im Projekt, 5. zentrale Fragestellungen, 6. eingesetzte Methoden (qualitativ, quantitativ, partizipativ), 7. kurzgefasst die wesentlichen Ergebnisse. - Konzept: Der Bieter hat mit dem Angebot ein schlüssiges, auf die Leistungsbeschreibung bezogenes individuelles Konzept schriftlich einzureichen. Im Konzept ist darzulegen, wie und in welcher zeitlich strukturierten modular aufgebauten Abfolge die ausgeschriebene Leistung erbracht werden soll. Abstimmungsprozesse und -formate mit dem Auftraggeber sowie ggf. weitere Beteiligungsprozesse müssen aus dem Konzept hervor gehen. Die wissenschaftliche Evaluation muss multiperspektivisch und formativ gestaltet werden. Es muss ein Mixed-Method-Ansatz zur Anwendung kommen (online/offline durchgeführte standardisierte schriftliche Befragungen, leitfadengestützte Interviews, Fokusgruppen, Dokumenten- und Inhaltsanalyse, weitere in der Evaluationswissenschaft anerkannte Methoden), in den partizipative Elemente zu integrieren sind. Die ausgewählten Methoden müssen messbare Aussagen über die Wirkung der im APAV 2.0 enthaltenen Vorhaben und der flankierenden Projektförderung auf quantitativer und qualitativer Grundlage ermöglichen. Die Stärkung der Selbstorganisation von LSBT*IQ in Hessen und die Sensibilisierung und Qualifizierung relevanter Angebote der Regelversorgung sind zentrale Ziele des Aktionsplans. Zu beteiligen sind deshalb neben Mitarbeitenden der Landesverwaltung, die die Vorhaben der Landesregierung umsetzen, auch Vertretungen der LSBT*IQ-Community in Hessen, sowie Träger von für LSBT*IQ besonders relevanten Angeboten der Regelversorgung. Im Sinne der Wirtschaftlichkeit der Maßnahme können zur Umsetzung der partizipativen Methoden geeignete hessische Modellregionen unter besonderer Berücksichtigung des ländlichen Raums definiert werden. Das Konzept ist nicht nur wesentlicher Bestandteil des Angebotes, sondern im Rahmen der Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes wesentliches Zuschlagskriterium (Gewichtung Qualität Konzept mit 70 %) Eine Aufwandsentschädigung wird für das Konzept nicht gewährt. Da das Konzept die Wirtschaftlichkeitsbewertung des Angebotes betrifft, ist dieses mit dem Angebot zwingend einzureichen; eine Nachforderung ist ausgeschlossen. |
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| 14. Angabe der Zuschlagskriterien: | |
| Der niedrigste Preis | Nein |
| Wirtschaftlich günstigstes Angebot in Bezug auf die nachstehenden Kriterien: | 1 Qualität Konzept (70%), 2 Preis (30%) |
| 15. Sonstiges: | |